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Leben in Spanien

Spanien befindet sich auf der Iberischen Halbinsel, an der südwestlichen Spitze Europas. Im Süden und Osten ist es vom Mittelmeer umgeben, sowie von Gibraltar und dem Golf von Bizkaya. Im Nordosten grenzt Spanien an Frankreich und den Kleinstaat Andorra. Im Westen begrenzen es Portugal und der Atlantik. Zum spanischen Staatsgebiet gehören die Inselgruppen der Balearen im Mittelmeer und der Kanaren im Atlantik, nahe der afrikanischen Küste, sowie die nordafrikanischen Autonomen Städte Ceuta und Melilla. Mit einer Fläche von 504,030 km² ist Spanien nach Frankreich das zweitgrößte Land im westlichen Europa.

Spanien nimmt, seinem Bruttoinlandsprodukt nach, den 8. Rang unter den Industrienationen ein. Es ist Mitglied der Europäischen Union und der NATO. Spanien ist ein demokratischer Staat mit der Staatsform einer parlamentarischen Erbmonarchie, wobei sich das Parlament aus zwei Kammern zusammensetzt. José Luis Rodriguez Zapatero, der aktuelle Ministerpräsident, steht dem Ministerrat vor. Er ist vom König, Juan Carlos I., vorgeschlagen, und von der Nationalversammlung gewählt. Der König ist seit dem 22. November 1975 Staatsoberhaupt.


Spanien ist gegliedert in 17 Autonome Gemeinschaften oder Regionen, und in die zwei Autonomen Städte Ceuta und Melilla. Diese Regionen unterscheiden sich in ihrer Geografie, ihrem Klima, ihrer Kultur und Gastronomie. Auch wenn Madrid die Hauptstadt ist, gibt es viele Städte und Regionen, die ebenfalls wichtige Zentren des Kultur- und Geschäftslebens sind, wie Barcelona, San Sebastián und Bilbao, Navarra, Valencia und Málaga.

Die Autonomen Gemeinschaften gliedern sich ihrerseits in insgesamt 50 Provinzen (52 mit Ceuta und Melilla), die fast alle nach ihrem jeweiligen Verwaltungssitz benannt sind. Um die Essenz einer jeden Region zu erfassen, muss man sich ihrer Geschichte widmen.

Kurze Geschichte

Die verworrene Geschichte Spaniens nimmt ihren Anfang in Zeiten, in denen die Iberische Halbinsel als Hispania Teil des Römischen Reiches war. Seit dieser Zeit wurde Spanien beansprucht, erobert und wiedergewonnen von Germanen, Westgoten und Stämmen der Kelten und Iberer, von Mauren und Christen.

Während des 16. Jahrhunderts, nach der unheilbringenden Entdeckung Amerikas unter der Führung von Christoph Kolumbus, wurde Spanien das mächtigste Königreich Europas, was es bis zum Ausgang des 17. Jahrhunderts blieb. In dieser Zeit hatte das Land Kolonien in der Neuen Welt und profitierte von seinen Handelsbeziehungen. Der französische Einmarsch Anfang des 19. Jahrhunderts und der Krieg zwischen Spanien und den USA schwächten Macht und Autorität des Landes. Im 20. Jahrhundert folgte einem verheerenden Bürgerkrieg eine autoritäre Regierung, die Jahre der Stagnation mit sich brachte.

Zweifelsohne hat das Land seitdem einen beeindruckenden Wirtschaftsaufschwung erlebt. Nach dem Tod des Generals Francisco Franco wurde 1978 die Demokratie wieder eingeführt in Form einer parlamentarischen Monarchie. 1986 trat Spanien der Europäischen Union bei und erlebte daraufhin eine kulturelle Blüte und ein konstantes Wirtschaftswachstum.

Das Erbe aus seiner verschlungenen Geschichte macht aus Spanien eine mitreißende Mischung aus kulturellen, sozialen und architektonischen Einflüssen. In seinen vielen Weltstädten und malerischen Dörfern verstecken sich maurische Paläste, Festungen, Bauernhöfe, römische Ruinen, Kathedralen aus der Gotik und Renaissance.

Spanien nimmt mit 40 Denkmälern weltweit den zweiten Platz ein in der von der UNESCO in die Welterbeliste aufgenommenen Stätten. Seit Ende des 19. Jahrhunderts zeigt sich die moderne Architektur in Städten und auf dem Land, wodurch Spanien für viele Touristen ein beliebtes Reise- und Aufenthaltsland wurde.

Klima

Das Klima in Spanien ist dank seiner geografischen und topographischen Lage sehr unterschiedlich. An der Küste herrscht mediterranes Kontinentalklima mit häufigen Küstenwinden. Im Nordosten ist ein Ozeanisches Klima anzutreffen, das dem der Mehrzahl der westeuropäischen Küstenstädte entspricht. Das Mittelmeerklima herrscht auch im Landesinneren, während die Kanarischen Inseln sich in der Subtropischen Klimazone befinden.

Sprache

Spanisch oder Kastilisch ist die einzige Amtssprache, die im ganzen Land gilt. Andere Sprachen haben den Status einer kooffiziellen Amtssprache in den Regionen, in denen sie gesprochen werden: Baskisch im Baskenland und Navarra, Katalanisch in Katalonien und auf den Balearen, Valenzianisch in der Region Valencia und Galizisch in Galizien.

Religion

Der Katholizismus ist die Hauptreligion des Landes. 67% der Spanier bezeichnen sich als katholisch, 2% erklären sich anderen Religionen zugehörig und 19% betrachten sich als keiner Religion zugehörig.

Gesellschaftliches und kulturelles Leben

Familie und Freunde haben im Leben der meisten Spanier einen großen Stellenwert. Für gewöhnlich sind Spanier natürlich und spontan. Der körperliche Kontakt ist häufig, Begrüßungen, Küsse und Umarmungen können ausländische Besucher durchaus überraschen.

Die Familie ist nach wie vor das Zentrum der zwischenmenschlichen Beziehungen und vor allem an Wochenenden und Feiertagen ein wichtiger Bezugspunkt. Auch Freundschaften sind von großer Bedeutung.

Es ist üblich, mit Freunden essen zu gehen, sowohl unter der Woche wie vor allem am Wochenende. Zu Mittag gegessen wird in Spanien zwischen 14 und 16 Uhr, das Abendessen wird zwischen 21 und 23 Uhr eingenommen.

Das spanische Nachtleben ist legendär und eine der Hauptattraktionen des Landes. Bars und Diskotheken sind bis in die Morgenstunden geöffnet. Die Hotellerie ist einer der wichtigsten Sektoren der spanischen Wirtschaft.

In ganz Spanien wird eine Vielzahl von Volksfesten veranstaltet, darunter einige international bekannte, die meist mit religiösen Traditionen verbunden sind. Sie sollten herausfinden, welche Feiertage in Ihrer Stadt begangen werden, denn es wird zwischen nationalen und lokalen Feiertagen unterschieden.

Die Geschäfte öffnen für gewöhnlich gegen 9.30 und bis 20 oder 21 Uhr. In Einkaufszentren können diese Öffnungszeiten länger ausfallen, mitunter öffnen sie auch an Feiertagen. Kleinere Geschäfte schließen meist für etwa zwei Stunden während der Mittagspause und Siesta.

Sommerferien gibt es im Juli und August, wobei letzterer der beliebteste Urlaubsmonat der Spanier ist. Viele kleinere Geschäfte haben während dieser Zeit geschlossen. In manchen Unternehmen wird die Arbeitszeit im Sommer verkürzt ("horario intensivo"), ist dies der Fall, wird ohne Mittagspause von 9 bis 15 Uhr gearbeitet.

Die spanische Küche ist dabei, sich weltweit Anerkennung zu verschaffen. Tapas sowie der im Aufschwung befindliche Weinanbau tragen wesentlich dazu bei, Spaniens Ruf zu festigen. Im Mittelmeerraum und dem Baskenland werden reichlich Fisch und Meeresfrüchte sowie vegetarische Gerichte angeboten. Je weiter man ins Landesinnere vordringt, desto mehr traditionelle Gerichte lassen sich entdecken, in denen vor allem Schinken und Stockfisch eine große Rolle spielen. Spanien kann sich freuen über seine 146 Michelin-Sterne.

(Teile dieser Informationen stammen aus verschiedenen Online-Quellen:  www.wikipedia.com, www.justlanded.com  y www.angloinfo.com)